Öffnet in einem neuen Tab
Dokumentation

Systemanforderungen.

Jede Advancis-Installation wird entsprechend ihrer Ausbaustufe und den darin integrierten Teilsystemen dimensioniert. Die folgenden Basiswerte umfassen die Hardware- und Betriebssystemanforderungen sowie die Betriebsbedingungen für WinGuard und AIM. 

Aktualisiert im Januar 2026

Dimensionierung nach Ausbaustufe. Bei Verwendung von Videointegrationen sind zusätzlich zu diesen Werten die Systemanforderungen des VMS-Anbieters zu berücksichtigen.

Als PDF herunterladen
WinGuard-Systemanforderungen je nach Systemrolle
AnforderungClients
oder Express
Grundlagen, Benutzeroberfläche
oder Standort-Server
Professional
Server
Enterprise
Server
BetriebssystemWindows 11Windows Server
2019 / 2022 / 2025
Windows Server
2019 / 2022 / 2025
Windows Server
2019 / 2022 / 2025
CPU-Typ6+ Kerne, 3,9 GHz+4 oder mehr Kerne, 3,7 GHz oder mehr6+ Kerne, 3,5 GHz+8+ Kerne, 3,2 GHz+
Es wird eine möglichst hohe CPU-Taktfrequenz empfohlen. WinGuard nutzt für viele Aufgaben mehrere Kerne.
Speicher16 GB RAM8 GB RAM16 GB RAM32 GB RAM
Lagerung100 GB NVMe-SSD1250 GB NVMe-SSD1500 GB NVMe-SSD11 TB NVMe-SSD1
Empfohlene maximale IOPS-Leistung: Eine maximale IOPS-Leistung wirkt sich positiv auf die Leistung der Datenbank und der Benutzeroberfläche aus.
Grafikkarte4 GB PCIe2Nicht erforderlichNicht erforderlichNicht erforderlich
Netzwerk1 Gbit1 Gbit1 Gbit1 Gbit
  • Der benötigte Speicherplatz hängt von der Systemnutzung und den Systemeinstellungen ab. Für den Betrieb eines WinGuard-Servers sind mindestens 100 GB verfügbarer lokaler Festplattenspeicher erforderlich. Eine WinGuard-Workstation benötigt mindestens 50 GB freien lokalen Festplattenspeicher. Zur Absicherung gegen Ausfälle wird die Verwendung redundanter lokaler Festplatten (z. B. RAID-Technologie) empfohlen.
  • Bitte beachten Sie bei der Nutzung von Videointegrationen die Systemanforderungen des VMS-Anbieters.

Die Größe richtet sich nach der Anzahl der verwalteten Identitäten. Die folgenden Werte stellen die empfohlenen Spezifikationen für einen dedizierten AIM-Server dar.

Als PDF herunterladen
AIM-Hardwareanforderungen je nach Bereitstellungsumfang
AnforderungKleinWeniger als 10.000 IdentitätenMittel10.000 – 30.000 IdentitätenGroßÜber 30.000 Identitäten
BetriebssystemWindows 11 Pro
Windows Server
2016 / 2019 / 2022 / 2025
Windows 11 Pro
Windows Server
2016 / 2019 / 2022 / 2025
Windows 11 Pro
Windows Server
2016 / 2019 / 2022 / 2025
CPU-TypIntel- oder AMD-CPU mit 8 Kernen
(Xeon oder EPYC wahlweise)
Intel- oder AMD-CPU mit 16 Kernen
(Xeon oder EPYC wahlweise)
Intel- oder AMD-CPU mit 32 Kernen
(Xeon oder EPYC wahlweise)
Speicher2 × 16 GB (Dual-Channel)
oder 4 × 8 GB (Quad-Channel)
4 × 16 GB (Dual-Channel)
oder 4 × 16 GB (Quad-Channel)
4 × 32 GB (Dual-Channel)
oder 8 × 16 GB (Vierkanal)
Lagerung2 × 500 GB NVMe oder SSD
Laufwerke in RAID 1
2 × 500 GB NVMe oder SSD
Laufwerke in RAID 1
4 × 500 GB NVMe oder SSD
Laufwerke in RAID 1
Speicher für Sicherungskopien2 × 4 TB Festplatte im RAID-1-Verbund2 × 4 TB Festplatte im RAID-1-Verbund2 × 4 TB Festplatte im RAID-1-Verbund
GrafikkarteGrafikkarte oder KVMGrafikkarte oder KVMGrafikkarte oder KVM
Netzwerk1000BASE-T-Ethernet1000BASE-T-Ethernet1000BASE-T-Ethernet

Vor der Installation

Hinweise zur Bedienung.

Abgesehen von der Hardware hängt eine Installation von einer Reihe von Bedingungen in der Umgebung ab. Diese gelten sowohl für WinGuard als auch für AIM – bitte klären Sie jede einzelne davon vor der Einführung mit Ihrer IT-Abteilung ab.

  • Abhängigkeiten

    Für beide Produkte müssen bestimmte Abhängigkeiten installiert werden. Diese sind Teil der bereitgestellten Installationsdateien und stehen zudem über den integrierten Update-Manager sowie das Partnerportal zur Verfügung.

  • Mobile Apps und Web-Clients

    Die Anforderungen und Einschränkungen der mobilen Apps und der Web-Clients sind in den jeweiligen Handbüchern beschrieben.

  • Kompatibilität

    Eine verbindliche Aussage zur Kompatibilität des verwendeten Betriebssystems in Verbindung mit den installierten Softwarekomponenten anderer Hersteller (z. B. erforderliche SDKs oder APIs) kann nicht von der Advancis Software & Services GmbH, sondern nur von den jeweiligen Herstellern getroffen werden.

  • Zeitsynchronisation

    Die Zeitsynchronisation zwischen den Netzwerkteilnehmern muss gewährleistet sein, z. B. über einen Domänenserver, einen NTP-Server oder eine WinGuard-Funktion. Letzteres setzt jedoch voraus, dass WinGuard mit Administratorrechten gestartet wird.

  • Benutzerkontensteuerung

    Um WinGuard nutzen zu können, insbesondere die “Watch-Dog”-Funktion, sind Schreib- und Leserechte für das Programmverzeichnis erforderlich. Dies kann mit der Konfiguration der Benutzerkontensteuerung unter Windows 10 Pro (oder neuer) und Windows Server 2016 (oder neuer) zusammenhängen.

  • Antivirensoftware

    Die Verwendung von Antivirensoftware kann zu Konflikten zwischen dem Zugriff unserer Software und dem Zugriff der Antivirensoftware auf wichtige Systemdateien führen. Der Zugriff kann daher blockiert oder verzögert werden. Wir empfehlen, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, z. B. die Programmdateien und -ordner zur Ausnahmeliste der Antivirensoftware hinzuzufügen.

  • Betriebssystem-Patches

    Patches und Updates für das Windows-Betriebssystem müssen stets auf dem neuesten Stand sein. Es ist erforderlich, dass die von Microsoft empfohlenen Patches und Updates installiert werden.

  • Softwaresicherheit und -härtung

    Bitte beachten Sie die Hinweise zur Systemabsicherung im WinGuard-Handbuch, Kapitel „Softwaresicherheit“. Bezüglich der Nutzung des WinGuard-Webservers beachten Sie bitte die Hinweise im Kapitel „Webserver und Webclient“.

Virtualisierung

Virtuelle Maschinen.

WinGuard wurde für den Betrieb auf dedizierter Hardware unter einem Windows-Betriebssystem entwickelt. Eine Virtualisierung der Hardware durch Hardware-Emulation, Hardware-Virtualisierung oder Paravirtualisierung ist unter Beachtung der nachstehenden Einschränkungen möglich.

Systemeinschränkungen

Da WinGuard je nach Projekt zahlreiche Schnittstellenmodule zur Anbindung der Hardware und Software von Drittanbietern nutzt, muss sichergestellt werden, dass alle mit dem Gesamtsystem verbundenen Komponenten in einer (teilweise) virtualisierten Umgebung funktionsfähig sind.

Bei seriellen Verbindungen muss sichergestellt werden, dass die Verbindung der realen Hardware entspricht, z. B. hinsichtlich des zeitlichen Verhaltens beim Senden und Empfangen von Telegrammen.

Die Advancis Software & Services GmbH kann keine verbindlichen Angaben zu den Virtualisierungseigenschaften angeschlossener Systeme von Drittanbietern machen. Insbesondere beim Umschalten der virtuellen Maschine zum Zwecke der Lastverteilung oder der Hochverfügbarkeit können Probleme auftreten. Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wird empfohlen, stattdessen das proprietäre Hot-Standby-System von WinGuard zu verwenden.

Lizenzbeschränkungen

Falls WinGuard-Softwarelizenzen zum Einsatz kommen, beachten Sie bitte, dass die Hardware-Spezifikationen der verwendeten virtuellen Maschine unverändert bleiben müssen, da andernfalls eine erneute Aktivierung der Softwarelizenz erforderlich ist. Die Verknüpfung mit der Systemhardware erfolgt anhand der Seriennummer des Systemlaufwerks und der MAC-Adresse eines Netzwerkadapters.

Da es vom jeweiligen Virtualisierungssystem abhängt, welche Maßnahmen zu einer Änderung der Systemhardware des Hostsystems führen, ist es nicht möglich, weitere Informationen darüber zu geben, ob es generell möglich ist, das Hostsystem zwischen verschiedenen Hosts zu kopieren oder zu wechseln, ohne dass eine neue Aktivierung erforderlich ist.

Wird die Systemhardware des Hostsystems regelmäßig ausgetauscht, sollte ein Hardware-Dongle verwendet werden, um den damit verbundenen Aufwand für eine erneute Aktivierung zu vermeiden.