KI-gestütztes Krisenmanagement – erste Implementierungen werden voraussichtlich 2025 beginnen
21. Januar 2025 – Nach einer dreijährigen Projektlaufzeit wird das Forschungsprojekt SPELL (semantische Plattform für intelligente Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leit- und Lagezentralen) im Jahr 2025 in die Praxis umgesetzt. Als einer der zentralen Projektpartner spielte die Advancis Software & Services GmbH eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Umsetzung der Projektziele. Der Schwerpunkt von Advancis lag auf der Integration, Harmonisierung und Nutzung von Sensordaten aus den Bereichen Sicherheit, Gebäudemanagement, Kommunikations- und Informationstechnologie nahezu in Echtzeit.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte SPELL-Projekt hatte zum Ziel, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und moderner Datentechnologien die Reaktionsfähigkeit und Effizienz in Krisensituationen zu verbessern. Insbesondere in Notfällen wie Naturkatastrophen oder Stromausfällen ermöglicht dies einen entscheidenden Informations- und Zeitvorsprung bei der Bewältigung der Situation. Advancis testete die entwickelten Lösungen gezielt in integrierten Leitstellen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie in industriellen Kontrollzentren, um ein ressourceneffizientes und hochverfügbares Ereignismanagement durch KI zu gewährleisten. David Teppe, Leiter Strategische Allianzen bei Advancis, betont: “SPELL hat gezeigt, wie der intelligente Einsatz von KI genutzt werden kann, um große Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und für die Entscheidungsfindung nutzbar zu machen. Wir haben unser umfangreiches Fachwissen im Bereich Sicherheits- und Gebäudemanagementlösungen in das Projekt eingebracht. Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung unserer offenen Integrationsplattform WinGuard mit ihren Schnittstellen zu Drittsystemen, die über ein standardisiertes Framework (AOP) herstellerneutrale Sicherheits-, Gebäude- und Energiemanagement-, Kommunikations-, IT-, KI-, Robotik- und IoT-Systeme für verschiedene Front- und Backend-Anwendungen bereitstellt.”
Ein Highlight des Forschungsprojekts war die erfolgreiche Integration verschiedener Datenquellen – von Notrufen über Sensortechnik bis hin zu Wetterdaten –, um ein umfassendes Lagebild zu erstellen. Die WinGuard-Plattform von Advancis spielte dabei eine Schlüsselrolle. WinGuard ermöglicht die zentrale Integration und Visualisierung von Informationen aus einer Vielzahl von Systemen und Datenquellen. Über die SPELL-Plattform lassen sich dann KI-Anwendungen implementieren, die den Rettungsdiensten auf Basis aller verfügbaren Sensordaten wertvolle zusätzliche Entscheidungshilfen liefern können. Lars Waldow, Chief Product Officer bei Advancis, kommentiert: “Im Rahmen des SPELL-Projekts konnten wir die Anbindung von Drittanbietern an WinGuard deutlich verbessern. Durch eine einzige Integration zwischen SPELL und WinGuard wurde die sofortige Nutzbarkeit der mehr als 500 bestehenden WinGuard-Schnittstellen durch externe KI-Dienste in Live-Prototypen erfolgreich demonstriert. SPELL hat das enorme Potenzial von KI im Sicherheits- und Krisenmanagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die entwickelten Lösungen sind ein wichtiger Schritt, um moderne Leitstellen in Zukunft noch besser zu unterstützen und damit Menschenleben zu schützen.”
Advancis bedankt sich bei allen Projektpartnern und dem Förderer für die hervorragende Zusammenarbeit. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Forschungsprojekts SPELL stehen die gewonnenen Erkenntnisse und das umfassende Anwendungspotenzial nun Unternehmen sowie privaten und öffentlichen Organisationen zur Verfügung. “Wir laden Wirtschaftsunternehmen, Industrieparks, Feuerwehren, öffentliche Verwaltungen, Städte und Gemeinden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen herzlich ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen”, betont David Teppe. “Gemeinsam können wir die Möglichkeiten und Vorteile einer SPELL-Implementierung auf ihre spezifischen Anforderungen und Schutzaufträge zuschneiden und diese im Idealfall direkt in die Praxis umsetzen.”
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt SPELL finden Sie auf der offiziellen Website https://spell-plattform.de/en/spell-plattform/






